1. Platz: Kölner Design Preis 2017

Mit dem Kölner Design Preis werden jedes Jahr die besten und innovativsten Abschlussarbeiten von Absolventinnen und Absolventen der Kölner Designhochschulen prämiert. Der Preis versteht sich als Beitrag zur Nachwuchsförderung und zur weiteren Profilbildung Kölns als Designstandort von internationaler Bedeutung. 

Die diesjährige Jury bestand aus Dr. Petra Hesse (Direktorin des MAKK), Nils Holger Moormann (Geschäftsführer Nils Holger Moormann GmbH), Claudia Neumann (Managing Director Neumann-Communication), Stephan Ott (Chefredakteur "form") und Prof. Ralph Sommer (Professor für Konzeptdesign, Hochschule für Bildende Künste Hamburg). Alle 26 für den Kölner Design Preis 2017 nominierten Arbeiten sind vom 27. Oktober bis 29. November 2017 im MAKK ausgestellt.

Foto: Manuela Patschurkowski

Foto: Manuela Patschurkowski

Foto: Manuela Patschurkowski

Foto: Manuela Patschurkowski


Mein Research Focus liegt auf den Prinzipien von Programmen. Im Rahmen meiner Bachelorarbeit an der KISD näherte ich mich dem Thema über die Auseinandersetzung mit Materialität und der Frage nach den Schnittstellen, mit denen wir es täglich zu tun haben. 


PROGRAMME BEGREIFENEINE PERFORMATIVE UMSETZUNG

Bachelor Final Thesis B.A. Integrated Design

Programme sind menschlichen Ursprungs und beruhen auf abstrahierten menschlichen Strukturen und Ordnungssystemen. Wenn wir nun in Programmen Menschliches entdecken, so handelt es sich lediglich um einen Zirkelschluss. Das Übersetzen von Information und Abstrahieren von Handlungen auf wiederholbare Teilaktivitäten führte zur performativen, tänzerischen Ausführung von Programmanweisungen.

Angeregt durch Laszlo Moholy-Nagys Tastübungen, die er im Rahmen seines Unterrichts am Bauhaus durchführte, galt es zu erkunden, wie das Untersuchen und Erleben von Oberflächen in der heutigen Zeit aussehen könnte. Während Moholy-Nagy sich mit Studien zu Texturen, Strukturen, Fakturen und Häufung aber auch deren terminologisches Verstehen auseinandersetzte, sind es heute in erster Linie Oberflächen im Sinne von Interfaces und Schnittstellen, die komplexe Programme verbergen. Da Programme schon einen Abstraktions- beziehungsweise Übersetzungsprozess voraus haben, weisen die Oberflächen, mit denen wir in Berührung kommen bereits übersetzte Information auf, so dass die Programme selbst oft nicht mehr ersichtlich sind. Dass der Mensch sich an Abläufe gewöhnt und sich Umgebungen einrichtet, die Prozesse vereinfachen, hat zur Folge, dass er zum Teil der Programme wird, die ihn steuern und deren Anweisungen er unreflektiert folgt.

Auszug aus der Arbeit: